Voller Vorfreude machten wir S-Teamler uns Freitag nachmittag auf den Weg nach Olching. Gummistiefel und Regenklamotten griffbereit im Fahrzeug; aufs Olchinger Regenwetter hatten wir uns obligatorisch eingestellt. Aber dann, Sonnenschein in Olching, kaum zu glauben. Aber, Renntag ist ja erst Samstag, mal schaun ob die prophezeite Regenwahrscheinlich eintritt. Die Strecke befand sich in ausgezeichnetem Zustand, haben wir sie doch erst zwei Monate zuvor ramponiert. Aber Olchings Streckenwart Fips sei ein großes Lob übermittelt, wie der die Strecke wieder hingezaubert hat, englischer Rasen könnte nicht besser sein.
Abends dann noch kurze Einkehr in unserer Olchinger Stammkneipe 'Daxer', der Edensbacher Vorstand konnte uns natürlich nicht alleine lassen und kam gegen später, um nach dem Rechten zu schauen. Dann Generalprobe im Festzelt für unsere MOS-Abschlussparty am Samstagabend. Die bemitleidenswerten Bea und Robert Kachold mussten uns wieder mal 'ertragen'. Die Goißen wurden gestemmt, Bier und Prosecco waren auch dabei, so dass die Stimmen die nötige Feuchtigkeit hatten, um die Probeläufe für unsere Jahreshits gut bestreiten zu können. Die Dreetzer, die zwischenzeitlich auch eingetroffen waren, erklärten uns kopfschüttelnd für total verrückt bei 'ein weißer Schwan', Hand an Tisch' oder 'silomähen'. Bevors dann aber total ausarten konnte war jeder (oder fast jeder) so vernünftig das Bett aufzusuchen, der wichtige Renntag stand bevor.
Nach kalter Nacht konnten wir uns dann mit frischem Kaffee und Brötchen stärken und die Edensbacher Fraktion in Empfang nehmen. Apropos Wetter: trocken und Sonnenschein, besser konnts nicht sein. Die Aufregung und Nervosität stieg dann merklich. Fahrzeugabnahme, dann Training (wobei der Olchinger 'Bopfi' die Strecke mehr robbend als fahrend testete), alle waren zufrieden, dann Mittagspause und um 1 gings los.
Anika und ich benötigten natürlich noch ein kleines Nervositätsbewältigungsmittelaluteil, bevor wir uns an unsere Arbeit auf dem Sprecherwagen machten. Heut war ja ein wichtiger Tag, es wär schon peinlich gewesen wenn wir da einen Fehler reinbringen. Zur Verstärkung hatten wir ja aber unsere kompetenten Sprecher und Schiedsrichter, die ihre Augen aufs Renngeschehen konzentrierten, wir weigern uns ja immer noch Start und erste Kurve zu verfolgen. In der Pause bei der Streckenaufbereitung wollte ich ja noch einen Karaoke-Wettbewerb starten, was mir von meiner Partnerin aber verboten wurde. Vor Schreck über das Verbot fiel mir doch glatt das Mikro aus der Hand. Was hätt ich da unserem Sprecher erzählt, wenns Mikro nicht mehr funktioniert hätte. Aber alles lief perfekt für uns da oben, die Jungs haben uns auch keine Probleme bereitet, und nach Rennende fing dann das Köpferauchen an: Punkteauszählen, A-/B-Finale, MOS-Punkte, da musste schon ein Aufruf an unser Fahrerlager gestartet werden, dass zwei Döschen auf dem Punktewagen benötigt werden. Mein Mann hatte Erbarmen mit uns und so konnten wir uns für den Abend stärken. Aber nun zum Rennablauf.
Bei den Kids besonders hervorheben muss man den 'Zwerg' Luca, der sensationelle Starts hingelegt hat (wobei die Mutter keinen gesehen hat) und den Großen schwer was zum Beißen gab. Ein nichtgeöffneter Benzinhahn in Lauf 1 wurde ihm zum Verhängnis, sonst wär das Ergebnis noch perfekter gewesen. Simon Thanner bestritt sein allererstes Rennen, auch er fuhr genial. Die zwei kleinen waren einfach phänomenal. Kai war Tagessieger mit allen Laufsiegen.
In der Nostalgie war die Maggy am Start. Bei ihr dauerts halt immer zwei Runden bis sie in Fahrt kommt, aber dann kämpft sie verbissen und setzt zur Aufholjagd an. Das nächste Mal gleich vom Start weg, dann klappts auch sicher mit dem Finale. Reinhold Seiffert und Fips Dauderer wollten in ihrem Heimrennen natürlich auch den Sieg. Schöne Kämpfe lieferten sich die zwei, wobei auch Fips-Tochter Michaela ihrem Vater ein ums andere Mal das Hinterrad zeigte, aber Schlitzohr Fips kannte den Tochter-Bonus nicht und die Michi musste ihn immer vorbeilassen (oder wars vielleicht Alter vor Schönheit). Der Reinhold und der Fips konnten beide das Siegertreppchen erklimmen, aber Ulf Kerstin war fast unschlagbar. Der Sieg war seiner.
In der Seitenwagenklasse waren 8 Gespanne unterwegs. Aus dem Osten angereist war der Borni mit Tim Gerloff als Beifahrer, der Dirki musste zuhause bleiben, und Hermann Hein. Erik Ibele und Udo Wipper wagten auch wieder die Fahrt nach Olching, so kann man ein Trauma sicher am Besten bewältigen. Cle hatte einen neuen Beifahrer zu präsentieren, Simone war sein Name. Schöne Laufe warens, auch hier war der Benzinhahn mal 'im Weg' , aber das Ergebnis war eigentlich fast klar. Borni vor Hermann Hein und P3 Florian Müller.
Das Highlight für uns war natürlich unser MOS-Abschluss-Rennen im Supercup. Grinsen beim Betrachten der Laufliste, Stöhnen bei anderen, aber im Großen und Ganzen wars gut durchgemischt. Robert Kachold als Veranstalter hatte sicher andere Sachen im Kopf, als das Rennen, so blieb ihm die rote Laterne im Heimrennen. Der Reinhold hatte einen Ausfall zu verzeichnen, so dass er knapp vor seinem Teamkollege gelandet ist. Dem Wolfi ergings leider auch nicht viel besster. Unser Heißsporn Ruben hat sich sicher auch mehr ausgerechnet, Lauf 1 einen Sturz, da war das Rennen für ihm schon gelaufen. Aber es ist seine erste volle Saison, ein bisschen ruhiger werden und nicht alles zu verbissen sehen. Aber alles in allem kann er auf seine Saison stolz sein. Der Haui hat sich für dieses Wochenende sehr viel vorgenommen, vielleicht ein bisschen zu viel. Auf alle Fälle seine Läufe gegen Thomas Lanz waren vom Feinsten. Gegen Schubi wollte er sich unbedingt durchsetzen, hat aber doch nicht so geklappt. Im B-Finale dann gegen die drei Edensbacher, da hat er sich ganz schön rausgehalten. Auch er kann mit seiner Saison zufrieden sein. Ob Martin Schmid ganz zufrieden ist, weiß ich nicht, aber er hatte in jedem Lauf mindestens einen schweren Gegner (leichte Läufe gibts ja eigentlich fast nicht mehr) aber das B-Finale war dann natürlich unter dem Motto 'drei Edensbacher gegen den Rest'. Alle drei wollten das Finale erreichen, so haben sie auch gekämpft. Für Martin hats dann aber nicht gereicht. Kay Demuth war mit drei zweiten Vorläufplätzen und einem Einser knapp am Finale vorbeigeschrammt. Aber dann war er wieder ein heißer Kandidat im B-Finale. Aber, verflixter Benzinhahn, und alle Träume waren dahin. Die Saison hätte sicher besser laufen können, aber egal, unser Kay gehört auch so zu unserer MOS-Family. Der Madler, eigentlich auch ein Finalkandidat, doch sein ewiger (naja, diese Saison nicht so) Rivale hat ihm den Platz weggenommen. Wollte er doch den '3 x gegen Jimmy 1 Punkt mehr Bonus' von uns, aber wir sind natürlich unparteiisch. So wars dann das B-Finale und hier scheiterte er knapp im Edensbach-Fight. Markus Vollmer, der Kämpfer, musste in den Vorläufen je einmal Hermi und Simon an sich vorbeilassen, Finale und Treppchen eigentlich greifbar. Dann, unerklärlicherweise, schon durchs Zeil durch, auf gerader Stecke, ein klassischer Highsider. Das hat nicht unbedingt schön ausgesehen. Aber bis auf ein paar Schrammen und Genickschmerzen ist nichts passiert. Aufs Finale musste er dann leider verzichten. Aber P2 in der MOS war ihm sicher. Durch Markus Finalverzicht ist Schubi dann nachgerückt. Seit langem mal wieder ansatzweise etwas Biss gezeigt. Fairerhalber muss man aber auch sagen, die schwersten Läufe hatte er sicher nicht. Im Finale dann hat er sich aus allem rausgehalten, 'bei den Kranken mach ich nicht mit'. Aber ne Medaille ist rausgesprungen, Schubi war zufrieden. Der Andree, den ich ja in der Pause wegen Fahrens ohne Helm disqualifizieren wollte, hat durch zwei zweite und zwei dritte Plätze das Bi-Finale erreicht. Der Häuptling ist ehrgeizig genug und wollte sich gegen seine zwei Edensbacher Kollegen im B-Finale durchsetzen. Durch seinen starken Einsatz hats ihm dann gereicht, das Finale zu erreichen. Platz 5 wars dann am Ende. Simon mit 3 Laufsiegen hat sicher das Finale erreicht. Nur ein Punkt hinter Hermi und Jimmy, das versprach ein spannendes Finale. Startversuch 1, in der ersten Kurve kamen sich die drei dann ein bisschen ins Gehege. Simon blieb oben, Hermi und Jimmy hatten etwas Probleme. Aber alle drei konnten den zweiten Start bestreiten. Hier blieb Simon dann Platz 3, und daher auch in der Gesamtwertung Platz 3. Hermi Bacher wollte in der MOS-Wertung aufs Podest. 4 Vorlaufsiege, da gabs keinen Zweifel mehr. Dann beim ersten Start das Malheur mit Jimmy, beim zweiten Versuch musste er sich dann Jimmy geschlagen geben, Tageszweiter war sein Ergebnis. Hermi in seiner ersten MOS-Saison als Dritter, das ist super. Hermi ist eine große Bereicherung fürs MOS-Team, er ist ein toller Typ und wir haben alle gerne mit ihm die Zeit verbracht. Nächstes Jahr hoffentlich wieder. Jimmy: der Hattrick ist perfekt. Dieser Erfolg wird wohl längere Zeit unerreicht bleiben. Aber 'Time to say goodbye', Jimmy will im nächsten Jahr keine MOS mehr fahren. Er wird weiter Rennen bestreiten, so dass er uns nicht ganz verloren geht. Jimmy 'es war ne geile Zeit'.
Nun begann die Vorfreude und auch Anspannung für den gemütlichen Teil des Abends, mit MOS-Siegerehrung im Festzelt und Simons Geburtstag. Der Abend lässt sich mit nur einem Wort beschreiben: Emotionen. Es war die für mich schönste MOS-Siegerehrung, die wir je gemacht haben. Ob sich das noch toppen lässt. Anika wurde dazu verdonnert, die Ansprache zu halten. Katja und ich waren für die Übergabe der Präsente zuständig. Als Präsent gabs natürlich einen Pokal und für jeden ein spezielles T-Shirt (das gibts nur 14 x auf der Welt). Wie bei uns üblich wurde zu jedem MOS-Teilnehmer ein speziell auf ihn abgestimmtes Lied eingespielt. Jeder wusste sofort, auf wen das Lied passt. Viel Gelächter, aber noch mehr Tränen. Dass Anika und ich sehr nah am Wasser gebaut sind, weiß wahrscheinlich jeder, aber unsere gestandenen Männer konnten sich Tränen auch nicht immer verkneifen. So gabs Lieder wie 'der Grillmeister', 'Alkohol', 'sing mei Sachse sing', der 'Häuptling der Indianer', für jeden war das Passende dabei. Der absolute Höhepunkt 'Geile Zeit' für unseren scheidenden 3fach-Sieger Jimmy. Gänsehaut pur. Die DSDS-Sieger wären neidisch auf die besondere Einlage von unserem Thorsten, sein selbstgetextetes MOS-Lied war spitze'. Eine Zugabe wurde natürlich auch gefordert. Mit 'We are the Champions' wurde die beste MOS-Siegerehrung dann beendet. Eine Rüge noch an unsere Jungs: wir kaufen teuren Sekt, in der Hoffnungs, dass für uns was übrigbleibt. Aber wie befürchtet, keinen Sinn für das edle Gesöff. 'Hand an d' Flasch', alles verspritzt. Die Flaschenreste blieben für uns übrig, Danke!
Als dann alle wieder halbwegs trocken waren ging die Party ab. Wir mussten ja noch durchhalten bis um Mitternacht, Simons Geburtstag wollten wir nicht verpassen. Most vom Hermann Bacher, Prosecco, Bier, da musste keiner Durst leiden. Singen bis zum Abwinken, ungekrönter Sieger der Saison 'die Fischerin vom Bodensee'. Spezielle Gespräche mit interessanten Inhalten kamen ans Tageslicht, welches Verhüterli ist das Beste, wie pinkeln Männer, zu welchem Kind passt Markus als Schwiegersohn (Bärchen oder so), Anzeige wegen sexueller Belästigung wollte bei mir erstattet werden, es passierte so vieles, sicherlich hab ich das Meiste vergessen. Man muss halt dabei gewesen sein. Französisch verabschieden kommt in Mode, ein Schläfchen an der Schulter anderer Männer muss wohl auch sein, 10l Most sind für manchen ein paar Becher zu viel, umgeleerte Gläser waren unzählbar (und meistens meine), ganz einfach 'Eine geile Zeit'. 00:00 Uhr, Simons Geburtstag. Beas Wunderkerzen ließen das Geburtstagsständchen zu einem eindrucksvollen Spektakel werden. Geschenke für unser Geburtstagskind 'was das Weiss mann halt so braucht', dann bald ließ man den Abend ausklingen, und ab gings ins Schlafgemach. Das obligatorische Döschen (oder auch mehrere) an unserer Hecklappe durfte auch nicht fehlen. Madlers, Haui, Andree waren dieses Mal unsere Gäste. Stunden später, nach vielen Gesprächen und Diskussionen, gings dann ins Bett.
Noch kurzes Frühstück am Morgen, dann gings ans Abbauen und Heimfahren. Der Hermann Bacher war noch am frühen Morgen beim Frühstück ins Partystimmung. Anstatt Guten Morgen gabs 'die Fischerin'. Dann Heimfahrt, den Weg von Olching nach TT sollte eigentlich jeder kennen, aber einer schaffts doch, einen Umweg über Lindau zu nehmen, und wie im Herdentrieb fahren drei Fahrzeuge ihm hinterher. Aber sie habens alle geschafft zur kurzen Nachbesprechung bei uns im Garten.
Eine tolle MOS-Saison geht nun zu Ende. Ich möchte 'unseren' Jungs danken, Ihr wart eine tolle Truppe, es macht Spass mit Euch, für die nächste Saison wieder das Motto 'Geile Zeit'. Danke Jungs.
Danke sagen möchte ich natürlich auch besonders unseren Olchinger Freunden. Ihr habt wieder eine perfekte Veranstaltung hingezaubert, wir alle fühlen uns sauwohl bei Euch, und wir freuen uns natürlich auf die nächste Saison mit Euch und bei Euch.